Betriebs­system, Größe, Ausstattung

Posted by Julia Werner  • 

Android-Tablet Test & Vergleich 2022 auf N-TV » Die besten Produkte auf N-TV

Ein Android-Tablet mit Tastatur verfügt heutzutage über eine Vielzahl an Funktionen und bildet mit seinem großen Display ein Bindeglied zwischen Smartphones und Computern. Daher kann es auch sehr flexibel für Fotos, Videotelefonie, aber auch für das bequeme Surfen im Internet genutzt werden. Die Entwicklung der letzten Jahre führte unter anderem auch zu immer größeren Displays mit höherer Auflösung.

Bereits seit 2015 gibt es ein Lenovo-Tablet mit eingebautem Beamer. Auch wenn sich aktuell kein Trend abzeichnet, könnten weitere Hersteller eigene Geräte herausbringen, die einen integrierten Beamer an Bord haben. Zwar klingt die Idee eines solchen Hybrid-Tablets verlockend, aber gibt es neben den Vorteilen auch Nachteile. Die wichtigsten Punkte haben wir für Sie in unserer Pro-Contra-Tabelle aufgelistet:

Vorteile Kein externer Beamer nötig

Kann einfacher transportiert werden als ein normaler Beamer

Einfache Bedienung Nachteile Beamer-Funktion verbraucht viel Akku

Leistung aktueller integrierter Beamer auf 300 Lumen beschränkt

Höheres Gewicht als bei einem normalen Tablet

Auch andere Android-Geräte haben ihre Stärken und Schwächen. Selbst bei relativ günstigen Modellen für unter 300 Euro bekommen Sie mittlerweile jedoch eine gute Ausstattung. Auf welche Eigenschaften Sie bei einem Tablet am meisten Wert legen sollten, hängt selbstverständlich davon ab, wofür genau Sie es in erster Linie verwenden möchten.

In unserer Liste haben wir einige Kernpunkte rund um die Eigenschaften von Tablets aufgeführt. So haben Sie eine Orientierung bei Vergleichen von Android-Tablets. Weitere Informationen zu den Leistungseigenschaften moderner Tablets finden Sie im zweiten Teil unseres Ratgebers:

Android Tablet Vergleich & Tests 2022

Android Tablet Ratgeber

Abbildung: Galaxy A8 von Samsung

Was sind Android-Tablets?

Android-Tablets sind Tablet-PCs, auf denen von Google das Betriebssystem Android installiert wurde. Neben diesem System gibt es noch Microsoft Windows und Apples iOS als Betriebssystem für tragbare Geräte. Je nach Variante des Betriebssystems sind die Kompatibilität, Bedienung, Apps und Akku-Auslastung unterschiedlich. Android 6.0 Marshmallow, das neueste Betriebssystem, ist ab dem Monat November 2015 verfügbar und soll Schritt für Schritt durch Updates auf die Geräte installiert werden.

Anders als beim Betriebssystem iOS von Apple, das lediglich in Apple Produkten eingesetzt wird, ist Android von Beginn an offen für die Geräte unterschiedlicher Hersteller gewesen. Daher konnten selbst Tablets mit dem Android Betriebssystem, die es in Discountern zu kaufen gibt, mit einem erstklassigen Betriebssystem ausgestattet werden. Ein Android-Tablet braucht deshalb nicht viel kosten. Ähnlich schaut es aus, wenn auf dem Tablet Windows installiert wurde. Egal, ob das begehrte Samsung Galaxy Tab oder das HTC Tablet: Das Betriebssystem ist dasselbe. Der Unterschied liegt im Normalfall darin, wie gut Software und Hardware gemeinsam harmonieren.

Welche Android Tablet-Arten gibt es?

Multimedia-Tablet

Wenn man das Tablet meistens zum Streamen von Serien und Musik verwendet oder gerne ein YouTube-Video zwischendurch anschaut, sollte ebenso die Bildschirm-Qualität den Multimedia-Ansprüchen entsprechen. Hier achtet man am besten auf einen leistungsstarken Prozessor von 1 GHz und Quad-Core aufwärts, einem Arbeitsspeicher von mindestens 1 GB RAM und der Möglichkeit zum Erweitern des Festplattenspeichers durch ein SD-Karten-Slot. Auf einem leistungsstarken Tablet von Android können sämtliche Android Spiele und Android Apps aus dem PlayStore von Google geschmeidig und ruckelfrei genossen werden.

Business-Tablet

Alle, die nicht auf die nützlichen und beliebten Office-Programme, wie z. B. Excel, Word, Outlook und PowerPoint verzichten wollen, brauchen nicht unbedingt zu einem Windows Tablet oder Microsoft Tablet greifen. Über den PlayStore von Google können Windows-Apps auf das Tablet heruntergeladen werden. Die Android Tablets eignen sich auch gut zum Arbeiten. Jedoch sollte man für ein angenehmes Arbeiten auf eine Bildschirmdiagonale von etwa 10 Zoll achten. Viele der Android Tablets, wie beispielsweise ein Acer Tablet oder Samsung Galaxy Tablet, können mit Tastatur und Stift bedient werden.

Mini-Tablet

Die handlicheren Android Tablets verfügen im Normalfall über einen großen Bildschirm von etwa 6 bis 7 Zoll. Diese Größe eignet sich zwar nicht so gut zum Video schauen und arbeiten. Dafür kann man mit den kleinen Tablets unterwegs besonders gut Surfen und Lesen. Ein Tablet von kleiner Größe passt ähnlich wie ein Ebook-Reader super in die Tasche. Es liegt beim Benutzen hervorragend in der Hand. Abstriche dagegen müssen gemacht werden bei der kleinen Bildschirmgröße, oftmals bei der Qualität und der Auflösung der Kameras.

Worauf ist bei den Android Tablets zu achten?

Mit der Wahl vom Android Tablet hat man schon eine bedeutungsvolle Kaufentscheidung getroffen. Das Betriebssystem eines Tablet PCs stellt eines seiner Hauptmerkmale dar. In der nachfolgenden Kaufberatung wird erklärt, welche Hardware-Komponenten wichtig sind, damit das beste Tablet für die eigenen Ansprüche gefunden werden kann.

Android-Versionen

Seit dem Sommer 2012 gibt es die Android-Version Jelly Bean. KitKat und Lollipop sind die nachfolgenden Varianten. Die neuste Version von Android ist seit dem Winter 2015 Marshmallow. Nicht jedes Gerät wird mit den aktuellen Betriebssystem ausgestattet. Android Tablet-Hersteller treffen selbst die Entscheidung, ob ein Update auf aktuelle Android-Versionen angeboten wird. Somit kann es passieren, dass ebenso auf dem allerbesten Android Tablet tatsächlich ein veraltetes Betriebssystem installiert wurde. Die Leistung ist allerdings ebenfalls bei einer älteren Software total in Ordnung. Die Nachricht ist automatisch auf dem Gerät zu sehen, wenn das Android Tablet aktualisiert werden soll. Allerdings ist es möglich, ein Tablet mit der derzeitigen Version Android 6.0 Marchmallow zu erwerben.

Displays

Natürlich verfügen alle Android Tablets über einen Touchscreen. Trotz allem gibt es beim Display erhebliche Unterschiede unter den Tablets. Je nach Nutzung und Anspruch, sollte man auf die richtige Bildschirmgröße achten, ehe man ein Android Tablet kauft. Wird das Gerät meistens verwendet, um Medien, wie etwa Videos und Fotos zu nutzen, ist ein großer Bildschirm von 9 bis 11 Zoll sinnvoll. Ein 10,1-Zoll-Display hat eine Bildschirmdiagonale von 25,65 Zentimetern, was in etwa mit einem DIN-A5 Blatt vergleichbar ist. Herkömmliche Notebooks verfügen oft über eine Bildschirmgröße von 15 bis 18 Zoll. Daher ist ein Tablet mit 10 Zoll viel kleiner. Man sollte bedenken, dass damit normalerweise lediglich die Displaygröße angegeben wird. Durch einen Standfuß, eine Tastenleiste oder einen Rand, kann das Tablet noch ein bisschen größer sein. Genauso wichtig, wie die Bildschirmgröße zum Film anschauen, ist die Auflösung. Für eine HD-Darstellung ist eine Auflösung ab 1.280 x 720 Pixel wichtig. Zum Genießen in Full-HD sind zumindest 1.920 x 1.080 Pixel notwendig.

Interner Speicher

Weil bei vielen Android Tablets schon etliche Apps vorinstalliert wurden und die Software auch mehrere GB an Speicher einnimmt, ist der eigentliche interne Speicherplatz bei diesen Geräten um manches kleiner. Es ist möglich, dass beim Speicherplatz der Brutto-Wert sich deutlich vom Netto-Wert unterscheidet. Jedoch geben die Hersteller den Speicher, der verfügbar ist, nicht an. Selbstverständlich ist es auch abhängig davon, wie man Apps auf dem Android Tablet installiert haben möchte. Nicht jedes vorinstallierte App lässt sich ohne Probleme löschen. Ein voller Speicherplatz kann das Gerät lahmlegen. Wer ein Android Tablet kauft, das einen SD-Karten-Slot integriert hat, steht keinesfalls vor diesen Problemen. Das ist auch der große Vorteil vieler Android Tablets, weil der Speicherplatz im Vergleich zu iPads bis zu 128 GB erweitert werden kann. Für zahlreiche Nutzer reicht der vorgegebene Speicher möglicherweise sogar aus. Wer mehr braucht, kann zu jeder Zeit mit einer SD-Karte nachrüsten.

Internetverbindung

Hier liegt es daran, ob das Android Tablet meistens zu Hause oder unterwegs genutzt werden soll. Je nach Belieben kann man sich unter einem Tablet mit UMTS-Funktion und SIM Kartenslot oder für ein Gerät mit WLAN-Verbindungsmöglichkeit entscheiden. Selbstverständlich ist es möglich, auch UMTS-Tablets mit WLAN zu verbinden. Reine WLAN-Tablets sind jedoch günstiger. Verfügt ein Tablet lediglich über die Wifi-Funktion, damit man ins Internet kommt, kann man unterwegs lediglich in kostenfreien Wifi-Zonen und WLAN Hotspots mit dem Tablet surfen. Wer bereits weiß, ob er das Android Tablet meistens daheim oder an Orten verwendet, in denen WLAN verfügbar ist, für den genügt vollkommen ein Gerät mit einer Internetverbindung über Wifi. Zahlreiche Unis, Büros, Cafés, Restaurants und öffentliche Gebäude oder Plätze stellen kostenfreies WLAN bereit. Weil jedoch viele Nutzer das Tablet als zweites Gerät zum kleineren Smartphone verwenden, nehmen viele die Android Tablets für unterwegs nicht mit. Möchte man mit seinem Samsung Galaxy Tab oder Acer Tablet selbst unterwegs zu jeder Zeit online verbunden sein, sollte man sich für ein UMTS-Modell entscheiden, die oft ein bisschen teurer ist als die WLAN-Variante.

Akkulaufzeit

Wer sein Android Tablet lediglich manchmal für Apps oder zum Surfen nutzt, wird mit der Akkulaufzeit kaum Probleme bekommen. Das Gleiche gilt für Gelegenheitsnutzer, die dieses Gerät auf der Couch im Wohnzimmer verwenden und immer mit dem WLAN-Netzwerk daheim verbunden sind. Will man seinen Tablet PC meistens unterwegs nutzen oder zahlreiche Filme und Serien streamen, dann sollte man sich für eine Variante mit einer maximal hohen Akkulaufzeit entscheiden. Wenn Datenkommunikation über GPS und Bluetooth lediglich sporadisch eingeschaltet wird oder im Hintergrund laufende Apps regelmäßig geschlossen werden, halten die Android Tablets jedoch ausreichend lange aus.

Betriebs­system, Größe, Ausstattung

Vom Riesen bis zum Zwerg. Tablets gibt es aktuell in drei typischen Größen­gruppen. © Stiftung Warentest

Tablets gibt es aktuell vor allem in drei Display-Größen: Riesige Geräte mit mehr als 30 Zentimeter Bild­diagonale (11,8 Zoll oder mehr), Modelle im ursprüng­lichen Stan­dard-Format um 25 bis 30 Zentimeter (9,7 bis 11,8 Zoll) und kleinere Varianten mit 22 Zentimetern oder weniger (8,7 Zoll oder weniger). Die Riesen sind oft für‘s Arbeiten optimiert, die „Normal­großen“ eignen sich insbesondere für die heimische Couch und die Kleinen passen hervorragend ins Reisege­päck.

Tipp: Neben der Größe ist auch die Auflösung des Displays ein wichtiger Faktor. Je mehr Pixel, desto mehr Bild­informationen kann der Bild­schirm bei gleicher Bild­größe darstellen, desto schärfer wirkt das Bild – und desto teurer ist das Gerät meist.

Mit oder ohne Mobil­funk­modem? Tablets mit Funk­modem können eine eigene Sim-Karte verwenden. Das Mini-Sim- (links) und das Micro-Sim-Format (Mitte) werden zunehmend durch die kleineren Nano-Sims (rechts) abge­löst. © Stiftung Warentest Den meisten reicht ein WLan. Alle Tablets können über lokale WLan-Funk­netze ins Internet. So lässt sich zum Beispiel im heimischen WLan surfen, aber auch in Cafés, Hotels oder Flughäfen, die ihren Gästen ein WLan-Netz bereit­stellen. Viele Tablets gibt es zudem in einer teureren Variante mit einem einge­bauten Mobil­funk­modem. Damit kommen die Geräte über Mobil­funk­netze eigen­ständig ins Netz, auch unterwegs. Tablets mit Funk­modem gibt es in mehreren Varianten: üblich ist heute die Unterstüt­zung des schnellen LTE-Standards, einige wenige beherr­schen auch schon das noch schnellere 5G. Ohne Modem ist es güns­tiger. Allerdings braucht das Tablet zum Surfen über ein integriertes Mobil­funk­modem eine eigene Sim-Karte mit passendem Daten­tarif. Das lohnt nur für Nutzer, die viel unterwegs sind und mit ihrem Tablet immer und über­all ins Netz wollen. Die Stiftung Warentest hat Mobilfunknetze getestet, die Ergeb­nisse zeigen zum Beispiel Unterschiede der Anbieter im Netz­ausbau zwischen Stadt und Land. Wer es dagegen vor allem daheim oder an anderen Orten mit WLan einsetzt, kann sich den Aufpreis fürs Mobil­funk­modem sparen. Sofern zum Einkaufs­zeit­punkt verfügbar, testet die Stiftung Warentest stets die teurere Variante mit Mobil­funk­modem. Meist gibt es aber eine güns­tigere Version ohne Mobil­funk­modem. Tipp: Wer ein Smartphone besitzt, kann mit seinem Tablet auch über dessen Mobil­funk­verbindung ins Internet. Moderne Smartphones können nämlich auch als trag­barer WLan-Hotspot dienen („Tethering“). Zumindest zum gelegentlichen Surfen unterwegs ist das eine Alternative zum eigenen Daten­tarif fürs Tablet.

Wie viel Speicher­platz? Wofür nutzen Sie das Gerät? Viele Tablets gibt es in mehreren Varianten mit unterschiedlich viel Speicher­platz: 32, 64, 128 oder 256 Gigabyte. Wie viel Speicher ein Nutzer tatsäch­lich braucht, hängt davon ab, was er mit seinem Tablet machen will: Wer nur surfen, E-Mails checken und hin und wieder ein Spielchen spielen will, kann sogar mit 32 Gigabyte auskommen. Wer dagegen eine große Musik­samm­lung auf seinem Tablet speichern will, ist mit 64 Gigabyte besser beraten. Filme brauchen viel Platz. Noch mehr Speicher­platz als Musikdateien benötigen Videos. Wer Filme auf seinem Tablet nicht nur als Stream aus dem Internet ansehen möchte, sondern auch in größerem Umfang auf dem Gerät speichern will, bekommt auch einen 64-Gigabyte-Speicher irgend­wann voll. Speicher­platz für Betriebs­system berück­sichtigen. Bei allen Tablets nimmt das vorinstallierte Betriebs­system bereits Speicher­platz in Anspruch. Die Stiftung Warentest gibt daher nicht nur die absolute Speichergröße an, sondern auch, wie viel freier interner Speicher beim Kauf noch zur Verfügung steht. Tipp: Bei Tablets mit einem Steckplatz für Speicherkarten ist die Größe des internen Speichers nicht ganz so wichtig, weil sie sich im Nach­hinein noch erweitern lässt. Bei Apples iPads und anderen Geräten ohne Speicherkarten-Slot ist das hingegen nicht möglich. Darum setzt man hier im Zweifels­fall besser von vorneherein auf eine etwas üppiger ausgestattete Variante.

Lässt sich der Akku wechseln? Sollte es öfter geben: Einfach heraus­nehm­bare Akkus. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser Austausch oft kompliziert. Fast immer ist der Akku fest einge­baut und kann nicht von Laien gewechselt werden. Nur sehr wenige Tablets haben einen leicht austauschbaren Akku. Dabei wäre das in puncto Nach­haltig­keit ein Vorteil: Wenn der ursprüng­liche Akku irgend­wann nach­lässt, könnten Kunden einfach ein Ersatz­teil kaufen und es selbst einlegen. Ökologische Folgen bedenken. Bei den fest einge­bauten Akkus muss hingegen oft ein Fachmann ran – das kostet extra, zudem ist das Tablet dann oft ein paar Tage lang in der Werk­statt, der Besitzer kann es also nicht verwenden. Das verleitet manchen Kunden dazu, bei schwächelndem Akku lieber ein gleich ein neues Gerät zu kaufen statt den Akku von einem Profi wechseln zu lassen. Das ist aus Nutzersicht nach­voll­zieh­bar, ökologisch allerdings ein Problem.

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